Hallo meine Freunde in nah und fern!
Mittlerweile bin schon seit einem Monat zu Hause, und habe noch nichts in den Blog schrieben, ja genau, Schande über mich :-)
Aber es ist bekanntlich nie zu spät, also hier die letzten News............
Es war wunderbar nach drei Monaten wieder zu Hause zu sein. Meine Frau in die Arme zu nehmen, und ein einem anständigen Bett!!!! zu schlafen. Ich weiss nicht, aber ich glaube, dass ich statt der "Piggy-Flu" die Schlafkrankheit habe. Unglaublich was ich pennen kann, komme am Morgen kaum oder nur mit Mühe aus den Federn. Apropos "Piggy-Flu", im Flugzeug hat mir eine Frau die Grippe angehängt. Ich Lag das erste Wochenende flach, konnte dann die Viren aber meinem Schatz anhängen, sie hat es aber dann voll erwischt, äxgüsi!!
Die letzten Wochen war ich vor allem mit zwei Sachen beschäftigt. Zum einen mit der Planung meiner Asienreise, und zum anderen standen viele Besuche inkl Ausgang mit Freunden und Bekannten auf dem Programm. Ihr könnt mir glauben, auch das ist mega anstrengend!
Zu Hause versuche ich meine Frau so gut es geht zu entlasten. Ist ja auch nicht gerade einfach, wenn die andere Hälfte während Monaten weg ist, und das Haus in Schwung gehalten werden muss. Denn über Arbeit im Job kann sich Sylvia auch nicht gerade beklagen.
Seit ich zurück bin, werde ich immer wieder an die Zeit auf dem Jakobsweg erinnert. Zum Beispiel am Morgen wenn ich aufstehe, mann, meine Füsse sind jeden Morgen immer noch steif wie Bretter. Ich komme nur wie ein alter Sack die Treppe runter ;-) Es vergeht auch kaum eine Woche, ohne Anrufe oder Mails von meinen Pilgerfreunden. Am letzten Wochenende waren wir in Kempten zu Alfons seinem 60. Geburtstag eingeladen. War eine super Sache, Ulli, Max, Sylvia und ich waren dort. Schade dass Filiep leider nicht teilnehmen konnte. Alfons präsentierte seine Bilder und erzählte so die einte und andere Episode vom Camino. Das Ganze wurde von einem spanischen Essen begleitet, welches unter anderem auch von Ulli zubereitet wurde, war gut! Max textete "Eviva Espagna" neu, welches wir aus vollen Kehlen vortrugen. Ulli hatte zudem noch zwei Sketche vorgetragen, und gegen halb drei gingen wir mehr oder weniger als letzte Richtung Bett. Der Fussmarsch (wir sind ja Pilger) war cool, aber es war schon ein wenig kalt, brrrrrrrrr. Am Sontag morgen halfen wir noch beim aufräumen und abwaschen und machten uns nach einem Frühstück inkl Ulli Richtung Heimat auf.
Bald steht nun meine Asienreise auf dem Programm. Da habe ich auch noch einiges vor meiner Abreise zu erledigen. Zurzeit kämpfe ich mit den Botschaften um die Visa. Das Visum für die Mongolei erhalte ich hier nicht, da der Einreisetag zu weit in der Zukunft liegt. So muss ich dieses dann entweder in Hanoi (Vietnam) oder Beijing (Peking) besorgen. Macht mir nicht gerade Freude, aber ändern kann ich es nicht. Übrigens, rechts unter den Links findet ihr einen Link zum aktuellen Standort meines Frachtschiffes der „Hanjin Amsterdam“. So könnt ihr fast live sehen wo ich mich auf dem Weg nach Hongkong befinde ;-)
Dann will ich in den nächsten Wochen noch auf die Piste. Wenn ich heute so aus dem Fenster schaue, dann zieht es mich schon sehr stark in die Berge, alles schön weiss eingeschneit!!!
Die Ski’s sind bereit und wir werden sehen wann die Skigebiete im Oberland aufmachen. In der ersten Januarwoche gehen Sylvia und ich noch eine Woche in die Skiferien. Ja ich weiss, aber da ich nur etwas mehr als einen Monat Zeit habe, will ich die Zeit zum fahren so intensiv wie nur möglich nutzen.
In diesem Sinne, machet’s Guet und ig wünsche euch ä ganz schöni Adventszyt!!
Gruess Smitty
Donnerstag, 26. November 2009
Samstag, 24. Oktober 2009
86. & 87. Tag santiago - kap finisterre / das ende der welt
Ein von adrenalin durchflutetes herzliches hallo, gestern bin ich nun am ende der welt, am kap von finisterre, eingetroffen. Somit endet mein fussmarsch hier nun definitiv nach 2300km und 87 tagen, denn weiter kann ich nicht und zurück laufen will ich nicht!!! ;-))))). Zu den pics: 1) petra und al camino im regen und nebel 2) smitty hat noch 7km vor sich, wau ;-) 3) coole stimmung über finisterre.
als ich in finisterre eingelaufen bin, fühlte ich mich einfach nur mega happy, erleichtert und zufrieden. Es war kein vergleich mit santiago, obwohl das auch sehr speziell war, aber gestern wurde mir erst richtig bewusst, dass ich am "ende" angekommen bin, und das löste in mir glücksgefühle sondergleichen aus. Die letzten tage ab santiago bis gestern zählten zu den härtesten meiner reise. Wir, alfons, petra und ich hatten durchwegs schlechtes wetter. Speziell gestern, wir liefen bis mittag in einem regen, den ich während stunden in dieser intensität noch nie erlebt habe. Der wind peitschte vom meer her voll in unsere eingepackten gesichter und dazu regen, regen und nochmals regen. ihr kennt es ja schon, aber ich lief gestern über 30km mit wasser über über voll gelaufenen schuhen. Die füsse waren total aufgeweicht, aber ich hatte keine beschwerden oder gar blasen ;-)
vor drei tagen lernte ich petra aus ried im innkreis kennen (österreich). Sie war "ziemlich am ende" und total durchnässt, als sie an abend bei uns im hotel an der reception stand. Die herberge war voll, habe ich nie erwartet, und so nahm sie, wie wir ein zimmer. petra wurde in der herberge ziemlich schroff abgewiesen, und wenn man am abend pflotschnass ein läger sucht, geht das ziemlich ans "lebendige". am abend schwatzten wir zu dritt noch ein wenig im restaurant und munterten uns gegenseitig auf. So nahmen wir die restlichen kilometer zusammen unter die füsse, und sind also nun zu dritt am ende der welt eingelaufen. während den letzten tagen haben wir den camino bei wirklich widrigsten bedingungen absolviert. Aber was soll's, definitiv bin ich nun am ende meines fussmarsches angelangt. Und ich sage euch, dieses gefühl ist unbeschreiblich, und ich geniesse es in vollen zügen!!! Adrenalin, wohlbefinden, zufriedenheit, glückseeligkeit, all das sind wörter, welche meinen heutigen zustand beschreiben.
Alfons und ich bleiben bis sonntag hier, dann geht es nach santiago. vreni, eine pilgerin aus beromünster hat mir heute geschrieben ob wir uns noch treffen können. keine ahnung wo sie meine nummer her hat ;-). So werden wir am sonntag in santiago noch etwas unternehmen, und am montag fliege ich dann zurück.
@monika, jutta, simone, fabien und stefano: danke für eure gratulationen!! Mega nett! Ja, in santiago wurde in der messe der mega-kübel geschwungen, ein ganz spezielles erlebnis!!
Ich melde mich wieder aus der schweiz, sobald ich mein wohlverdientes bad, das erste nach über drei monaten ;-), genossen habe. ich danke allen meinen treuen blog-lesern und ich hoffe, ihr seit auch während dem nächsten abenteuer, meiner asienreise, meine gäste!! Würde mich auf jeden fall freuen!! Also bis nächste woche, ganz liebe grüsse peregrino markus
als ich in finisterre eingelaufen bin, fühlte ich mich einfach nur mega happy, erleichtert und zufrieden. Es war kein vergleich mit santiago, obwohl das auch sehr speziell war, aber gestern wurde mir erst richtig bewusst, dass ich am "ende" angekommen bin, und das löste in mir glücksgefühle sondergleichen aus. Die letzten tage ab santiago bis gestern zählten zu den härtesten meiner reise. Wir, alfons, petra und ich hatten durchwegs schlechtes wetter. Speziell gestern, wir liefen bis mittag in einem regen, den ich während stunden in dieser intensität noch nie erlebt habe. Der wind peitschte vom meer her voll in unsere eingepackten gesichter und dazu regen, regen und nochmals regen. ihr kennt es ja schon, aber ich lief gestern über 30km mit wasser über über voll gelaufenen schuhen. Die füsse waren total aufgeweicht, aber ich hatte keine beschwerden oder gar blasen ;-)
vor drei tagen lernte ich petra aus ried im innkreis kennen (österreich). Sie war "ziemlich am ende" und total durchnässt, als sie an abend bei uns im hotel an der reception stand. Die herberge war voll, habe ich nie erwartet, und so nahm sie, wie wir ein zimmer. petra wurde in der herberge ziemlich schroff abgewiesen, und wenn man am abend pflotschnass ein läger sucht, geht das ziemlich ans "lebendige". am abend schwatzten wir zu dritt noch ein wenig im restaurant und munterten uns gegenseitig auf. So nahmen wir die restlichen kilometer zusammen unter die füsse, und sind also nun zu dritt am ende der welt eingelaufen. während den letzten tagen haben wir den camino bei wirklich widrigsten bedingungen absolviert. Aber was soll's, definitiv bin ich nun am ende meines fussmarsches angelangt. Und ich sage euch, dieses gefühl ist unbeschreiblich, und ich geniesse es in vollen zügen!!! Adrenalin, wohlbefinden, zufriedenheit, glückseeligkeit, all das sind wörter, welche meinen heutigen zustand beschreiben.
Alfons und ich bleiben bis sonntag hier, dann geht es nach santiago. vreni, eine pilgerin aus beromünster hat mir heute geschrieben ob wir uns noch treffen können. keine ahnung wo sie meine nummer her hat ;-). So werden wir am sonntag in santiago noch etwas unternehmen, und am montag fliege ich dann zurück.
@monika, jutta, simone, fabien und stefano: danke für eure gratulationen!! Mega nett! Ja, in santiago wurde in der messe der mega-kübel geschwungen, ein ganz spezielles erlebnis!!
Ich melde mich wieder aus der schweiz, sobald ich mein wohlverdientes bad, das erste nach über drei monaten ;-), genossen habe. ich danke allen meinen treuen blog-lesern und ich hoffe, ihr seit auch während dem nächsten abenteuer, meiner asienreise, meine gäste!! Würde mich auf jeden fall freuen!! Also bis nächste woche, ganz liebe grüsse peregrino markus
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