Ein von adrenalin durchflutetes herzliches hallo, gestern bin ich nun am ende der welt, am kap von finisterre, eingetroffen. Somit endet mein fussmarsch hier nun definitiv nach 2300km und 87 tagen, denn weiter kann ich nicht und zurück laufen will ich nicht!!! ;-))))). Zu den pics: 1) petra und al camino im regen und nebel 2) smitty hat noch 7km vor sich, wau ;-) 3) coole stimmung über finisterre.
als ich in finisterre eingelaufen bin, fühlte ich mich einfach nur mega happy, erleichtert und zufrieden. Es war kein vergleich mit santiago, obwohl das auch sehr speziell war, aber gestern wurde mir erst richtig bewusst, dass ich am "ende" angekommen bin, und das löste in mir glücksgefühle sondergleichen aus. Die letzten tage ab santiago bis gestern zählten zu den härtesten meiner reise. Wir, alfons, petra und ich hatten durchwegs schlechtes wetter. Speziell gestern, wir liefen bis mittag in einem regen, den ich während stunden in dieser intensität noch nie erlebt habe. Der wind peitschte vom meer her voll in unsere eingepackten gesichter und dazu regen, regen und nochmals regen. ihr kennt es ja schon, aber ich lief gestern über 30km mit wasser über über voll gelaufenen schuhen. Die füsse waren total aufgeweicht, aber ich hatte keine beschwerden oder gar blasen ;-)
vor drei tagen lernte ich petra aus ried im innkreis kennen (österreich). Sie war "ziemlich am ende" und total durchnässt, als sie an abend bei uns im hotel an der reception stand. Die herberge war voll, habe ich nie erwartet, und so nahm sie, wie wir ein zimmer. petra wurde in der herberge ziemlich schroff abgewiesen, und wenn man am abend pflotschnass ein läger sucht, geht das ziemlich ans "lebendige". am abend schwatzten wir zu dritt noch ein wenig im restaurant und munterten uns gegenseitig auf. So nahmen wir die restlichen kilometer zusammen unter die füsse, und sind also nun zu dritt am ende der welt eingelaufen. während den letzten tagen haben wir den camino bei wirklich widrigsten bedingungen absolviert. Aber was soll's, definitiv bin ich nun am ende meines fussmarsches angelangt. Und ich sage euch, dieses gefühl ist unbeschreiblich, und ich geniesse es in vollen zügen!!! Adrenalin, wohlbefinden, zufriedenheit, glückseeligkeit, all das sind wörter, welche meinen heutigen zustand beschreiben.
Alfons und ich bleiben bis sonntag hier, dann geht es nach santiago. vreni, eine pilgerin aus beromünster hat mir heute geschrieben ob wir uns noch treffen können. keine ahnung wo sie meine nummer her hat ;-). So werden wir am sonntag in santiago noch etwas unternehmen, und am montag fliege ich dann zurück.
@monika, jutta, simone, fabien und stefano: danke für eure gratulationen!! Mega nett! Ja, in santiago wurde in der messe der mega-kübel geschwungen, ein ganz spezielles erlebnis!!
Ich melde mich wieder aus der schweiz, sobald ich mein wohlverdientes bad, das erste nach über drei monaten ;-), genossen habe. ich danke allen meinen treuen blog-lesern und ich hoffe, ihr seit auch während dem nächsten abenteuer, meiner asienreise, meine gäste!! Würde mich auf jeden fall freuen!! Also bis nächste woche, ganz liebe grüsse peregrino markus
Samstag, 24. Oktober 2009
Mittwoch, 21. Oktober 2009
82. - 85. Tag morgade - santiago de compostela
Hallo zusammen, ich grüsse all meine freunde aus santiago de compostela! Ja, nun bin ich also hier in santiago de compostela angelangt. in knapp 3 monaten habe ich 2200km zu fuss zurück gelegt, aus dem rucksack gelebt und den schlafsaal mit "wild fremden" leuten geteilt.
Den weg von einsiedeln nach santiago war für mich eine sehr schöne und spannende erfahrung. Viele freunde, wunderbare landschaften, spannende geschichten, aber auch entbehrungen und beschwerden waren begleiter meiner reise. Nun bin ich also da angelangt, was ich mir im februar als ziel spontan in den kopf gesetzt habe. Ich bin aber keines falls besonders stolz auf das geleistete, denn das kann jeder von uns! Klar, zeit dazu muss man haben, aber ich denke, nein, ich bin überzeugt, dass ein stück weg, auch nur ein zwei tage, allen eine besondere erfahrung bringen würde. in den vergangenen wochen sah ich ältere leute, leute mit behinderungen, leute wie du und ich auf dem weg, das heisst, alle schaffen den camino. Wenn ich ein erstes fazit ziehe, dann muss ich sagen, dass frankreich und die schweiz herrlich waren. In spanien war die landschaft sensationell, die freundlichkeit an den meisten orten lässt hier aber zu wünschen übrig. zudem ist vieles komerz und mit der pilger-masse hatte ich immer mühe. trotzdem, alles in allem, von der schweiz die berge, von frankreich das essen und von spanien die landschaft, so macht der camino spass.
Nun gut, klar ist, dass der heutige tag etwas besonderes ist, denn ich bin am jakobus grab angekommen. Ich habe mir lange überlegt "was dann"?, denn der weg geht immer weiter. Ich bin gespannt vohin mich meine beine in der zukunft tragen.
heute wäre mein patenonkel 65 geworden, so widme ich diesen besonderen tag meiner verstorbenen mutter und meinem patenonkel. Alles im leben ist vergänglich, nur die erinnerung bleibt. In diesem sinne, liebe grüsse und gott sei mit euch! Markus 21. Oktober 2009 santiago de compostela
Ps: @monika: du glaubst es nicht, aber heute morgen habe ich rita und daniel getroffen. Unglaublich, sie schauten aus dem hotelzimmer als ich vorbei ging. Somit sind deine grüsse doch noch angekommen.
Den weg von einsiedeln nach santiago war für mich eine sehr schöne und spannende erfahrung. Viele freunde, wunderbare landschaften, spannende geschichten, aber auch entbehrungen und beschwerden waren begleiter meiner reise. Nun bin ich also da angelangt, was ich mir im februar als ziel spontan in den kopf gesetzt habe. Ich bin aber keines falls besonders stolz auf das geleistete, denn das kann jeder von uns! Klar, zeit dazu muss man haben, aber ich denke, nein, ich bin überzeugt, dass ein stück weg, auch nur ein zwei tage, allen eine besondere erfahrung bringen würde. in den vergangenen wochen sah ich ältere leute, leute mit behinderungen, leute wie du und ich auf dem weg, das heisst, alle schaffen den camino. Wenn ich ein erstes fazit ziehe, dann muss ich sagen, dass frankreich und die schweiz herrlich waren. In spanien war die landschaft sensationell, die freundlichkeit an den meisten orten lässt hier aber zu wünschen übrig. zudem ist vieles komerz und mit der pilger-masse hatte ich immer mühe. trotzdem, alles in allem, von der schweiz die berge, von frankreich das essen und von spanien die landschaft, so macht der camino spass.
Nun gut, klar ist, dass der heutige tag etwas besonderes ist, denn ich bin am jakobus grab angekommen. Ich habe mir lange überlegt "was dann"?, denn der weg geht immer weiter. Ich bin gespannt vohin mich meine beine in der zukunft tragen.
heute wäre mein patenonkel 65 geworden, so widme ich diesen besonderen tag meiner verstorbenen mutter und meinem patenonkel. Alles im leben ist vergänglich, nur die erinnerung bleibt. In diesem sinne, liebe grüsse und gott sei mit euch! Markus 21. Oktober 2009 santiago de compostela
Ps: @monika: du glaubst es nicht, aber heute morgen habe ich rita und daniel getroffen. Unglaublich, sie schauten aus dem hotelzimmer als ich vorbei ging. Somit sind deine grüsse doch noch angekommen.
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